Autismus als Ressource?
18.09.2008 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Kommunikation
An einem Samstagabend waren Walter Marino und sein
zwölfjähriger, autistischer Sohn Chris in der Ponce
Bucht südlich von Daytona Beach, im US-Bundesstaat
Florida, schwimmen, als plötzlich der Junge von
einer Strömung auf das offene Meer gezogen wurde.
Als Walter Marino seinen Sohn retten wollte, wurde
auch er weit vom Ufer weg getrieben. Angehörige der
beiden wählten sofort die Notrufnummer, doch ehe
die Rettungskräfte eintrafen, waren Vater und Sohn
schon außer Sicht. Man begann zwar sofort mit der
Suche nach ihnen, doch mit Einbruch der Dunkelheit
konnte die Suche erst Sonntagmorgen weiter gehen.
Vater und Sohn wurden etwa fünf Kilometer
auseinander getrieben, so dass der Junge seinen
Vater aus den Augen verlor. Weiterlesen
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Komasaufen? Hey Mama, mach die Augen auf!
09.08.2008 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Familie
Eigentlich bin ich ja nun wirklich kein Fan von
Rap-Musik. Wahrscheinlich bin ich zu alt dafür -
ich finde sie meist eher anstrengend, und die Texte
auch öfter mal ziemlich problematisch, gelinde
gesagt. Aber wie überall gibt es auch hier solche
und solche. Kürzlich war ich zum Beispiel sehr
positiv überrascht von einem Song, den der Rapper
Sido geschrieben hat. Heute früh beim Zeitungslesen
fiel er mir wieder ein. Kurz und knapp meldete da
die ap nämlich: „Gleich zweimal an einem Tag
hat die Berliner Polizei einen betrunkenen
Jugendlichen aufgegriffen. Zunächst fiel der
16jährige auf, als er am Samstagnachmittag in einem
Park mit anderen seinen Geburtstag feierte. Mit 1,3
Promille im Blut lieferten Beamte ihn bei seiner
Mutter ab. Drei Stunden später fanden Polizisten
das Geburtstagskind auf einem Spielplatz, wo es mit
Jugendlichen weiter trank. Der 16jährige sei nicht
ansprechbar gewesen und in eine Klinik gebracht
worden, so die Polizei gestern. Der Blutalkoholwert
habe 1,6 Promille betragen.“ Weiterlesen
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World of Warcraft - Wichtige Info für Eltern!
05.07.2008 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Freizeit
Als Ergänzung zu den beiden vorhergehenden Artikeln
zu diesem Thema möchte ich eine wichtige
Information nachschieben, auf die mich
Egoload-Leser Markus hingewiesen hat (vielen Dank
noch mal an dieser Stelle dafür!): World of
Warcraft wurde (übrigens schon vor drei Jahren!) um
die elterliche Freigabefunktion erweitert, um
Eltern die Möglichkeit zu geben, die Spielzeit
ihrer Kinder besser zu beaufsichtigen. Eltern
können über einen Zeitplan festlegen, wann ihre
Kinder sich in das Spiel einloggen dürfen und wann
nicht. Damit können sie die Spielzeiten ihrer
Kinder genau festlegen: Sobald die elterliche
Freigabe aktiviert und ein Zeitplan eingerichtet
wurde, können die Kinder nur noch zu den von ihren
Eltern vorgegebenen Zeiten spielen. Versucht das
Kind, sich außerhalb dieser Zeit einzuloggen,
funktioniert das nicht.
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Liebeskiller Kind?
06.03.2008 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Familie
"Liebeskiller Kind?" fragte die Zeitschrift
„emotion“ in ihrer August-Ausgabe 2006 provokativ
auf dem Titelblatt. Der entsprechende Artikel
befasste sich mit der Frage nach den Auswirkungen,
die das erste Baby auf Beziehungen hat. Es zeigte
sich nämlich damals in einer Studie, dass auch bei
Paaren, die vorher beide berufstätig waren und für
Gleichberechtigung eintraten, nach der Geburt die
"Traditionalisierungsfalle" zuschnappte - sie
bleibt daheim und kümmert sich um Kind und
Haushalt, er schafft das Geld ran. Das passiert
übrigens auch bei Paaren, die mit den allerbesten
Vorsätzen in die neue Lebensphase starten, wie eine
Bamberger Langzeit-Untersuchung belegte. Zu Beginn
der Eheschließung hatte nur ein Viertel der Frauen
angegeben, eine "traditionale Arbeitsteilung" zu
praktizieren (sprich: kochen, spülen, aufräumen,
putzen, waschen sind Frauenarbeiten!); mehr als 40
% starteten mit einer "partnerschaftlichen"
Aufteilung in die Ehe. Nach 14 Jahren waren bei
zwei Drittel der Paaren die Aufgaben wieder so
verteilt wie zu Großmutters Zeiten - unabhängig
davon, ob beide arbeiteten oder nur einer.
Wichtigster Einschnitt hinsichtlich der Veränderung
auch in dieser Studie: die Geburt des ersten Kindes
- genau ab diesem Zeitpunkt zogen sich die Männer
drastisch aus der Hausarbeit zurück, obwohl diese
natürlich deutlich mehr wurde. Einkommen oder
Bildung der Partner spielten dabei übrigens keine
Rolle. Logischer Effekt - längst festgestellt in
zahllosen Studien: die Ehezufriedenheit sinkt nach
der Geburt des ersten Babys teilweise sehr
drastisch ab. Die Paare streiten häufiger, die
Qualität der Kommunikation insgesamt verschlechtert
sich, Zärtlichkeiten und Sexualität werden
selten. Weiterlesen
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Die Kinder psychisch kranker Eltern
18.01.2008 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Lebenskrisen
Am Dienstag lief auf ARTE mal wieder ein
interessanter Themenabend: „Himmelhoch jauchzend, zu Tode
betrübt - Volkskrankheit Depression“. In
zwei Beiträgen wurde viel interessantes und
aktuelles Wissen zu den psychischen
Erkrankungen Depression und bipolare Störung
(hierbei wechselt die Befindlichkeit des
Betroffenen zwischen manischen und depressiven
Phasen) vermittelt. Wer sich für diese
Themenbereiche interessiert, den Sendetermin
aber verpasst hat, dem sei das Videoportal
ARTE+7 ans Herz gelegt, das es ermöglicht,
sich die Beiträge noch bis zum 22.1. kostenlos im Internet
anzusehen. Weiterlesen
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Kinder brauchen Märchen - Ein Plädoyer für den Weihnachtsmann
14.12.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Familie
Dieser Tage hatte ich eine Unterhaltung mit einer
sehr lieben Freundin und Kollegin, die gerade sehr
mit sich selbst haderte. Anlass dafür war der
diesjährige sechste Dezember gewesen - traditionell
der Tag in ihrer Familie, in der ein Nikolausfest
mit Freunden gefeiert wurde. Der Nachbar meiner
Freundin spielte seit Jahr und Tag bei dieser
Gelegenheit den Nikolaus für ihre beiden Kinder
(die heute übrigens acht und sechs Jahre alt sind).
Der ältere Sohn wurde nun zunehmend misstrauischer,
denn ihm war aufgefallen, dass der Nachbar seit
Jahr und Tag immer ausgerechnet zu dieser Feier
aufgrund dringender Termine "zu spät" erschien und
dadurch jedes Mal den Auftritt des Nikolaus
"verpasste". "Ich wette, den Nikolaus gibt es gar
nicht, das ist bestimmt der Christian von
nebenan!", erklärte er seiner kleinen Schwester
wichtig. Meine Freundin wollte vor allem ihrer
jüngeren Tochter die Illusion noch gerne ein
bisschen aufrecht erhalten, und so sprang dieses
Jahr der Mann einer Bekannten ein und warf sich ins
Nikolauskostüm. "Siehst du, der Nikolaus ist gar
nicht der Christian!", triumphierte die Kleine
daher, als es dieses Jahr wieder am 6. Dezember an
der Tür klopfte, denn diesmal war Christian ganz
überraschend pünktlich zur Feier erschienen und saß
mit am Tisch, als der Nikolaus eintrat. Der Große
war zunächst verblüfft, geriet ins Grübeln, nahm
den Nikolaus näher in Augenschein - und rief
plötzlich: "Ich kenn' dich, du bist doch der Mann
von ..." Meine Freundin zog ihn beiseite und bat
ihn, seiner kleinen Schwester den Spaß nicht zu
verderben, sie werde später mit ihm über alles
reden. Nachdem die Feier vorbei war, setzte
sie sich mit ihm zusammen und gestand, dass er
Recht gehabt habe und der Nikolaus der Ehemann der
Bekannten gewesen sei. Ihr Sohn sah sie einen
Moment lang an, dann füllten sich seine Augen mit
Tränen: "Mama, aber dann war ja der Nikolaus jedes
Jahr gar nicht echt?" "Nein", gab sie zu, "in
früheren Jahren war das der Christian, wie du es
dir schon gedacht hast."
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22 Wünsche von deinem Kind an dich
07.12.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Familie
Ein schöner Text, den ich dieser Tage von einer
Kollegin bekommen habe (danke, Petra!) und den ich
allen Müttern und Vätern sehr ans Herz lege! Er
entstammt dem Newsletter der International Study
Group vom November 1963. Der Text ist also über 40
Jahre alt - und immer noch aktuell ...
Betrifft: Mich
Betrifft: Mich
- Verwöhne mich nicht.
Ich weiß ganz gut, dass ich nicht alles haben sollte, worum ich Dich bitte. Ich prüfe Dich nur.
- Habe keine Angst, fest zu mir zu
sein.
Es ist mir lieb, wenn ich weiß, woran ich bin.
- Versuche es nicht mit
Gewalt.
Ich lerne sonst, dass es nur auf Gewalt ankommt. Ohne Gewalt bin ich viel bereitwilliger.
- Sei nicht inkonsequent.
Das verwirrt mich und ich versuche umso mehr, meinen Willen durchzusetzen.
- Mache keine Versprechungen.
Vielleicht kannst Du sie nicht einhalten. Das würde mein Vertrauen verringern.
Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr ...
13.11.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Familie
„Wissen Sie“, hat eine Klientin neulich zu mir
gesagt, „wenn ich wirklich gewusst hätte, was da
alles auf mich zukommt, hätte ich mich
wahrscheinlich gegen Kinder entschieden. Seit die
Kinder da sind, haben mein Mann und ich praktisch
keinen Sex mehr - einer von uns beiden ist immer zu
müde! Oder die Stimmung ist daneben, weil wir uns
wieder mal über die Aufteilung der Hausarbeit
gestritten haben. Wenn ich im Büro bin, habe ich
ein schlechtes Gewissen, weil die Kleine jetzt, mit
einem Jahr, schon ganztags bei einer Tagesmutter
untergebracht ist. Und wenn ich sie am späten
Nachmittag abhole, habe ich wieder ein schlechtes
Gewissen - weil ich immer die erste bin, die geht,
während die Kollegen noch arbeiten und mir, auch
wenn keiner was sagt, das Gefühl geben, ich müsste
eigentlich auch noch bleiben. Am schlimmsten ist
es, wenn eins der Kinder krank ist und ich in der
Arbeit anrufen und mich abmelden muss. Natürlich
stehen mir Extra-Pflegetage zu, aber diese winzige
Schweigeminute, bevor mein Chef dann sagt ‚ja,
okay, Frau Soundso, dann weiß ich Bescheid‘ - ich
weiß doch, wie sich alle immer das Maul über diese
unzuverlässigen Mütter zerreißen, die dann
kurzfristig ausfallen, ich hab es doch früher oft
genug mitbekommen, bevor ich selber Kinder hatte.
Und wissen Sie, im Grunde verstehe ich es auch -
ich habe mich ja früher auch geärgert, wenn dann
ein wichtiges Projekt dadurch ins Schleudern kam
oder ich die Arbeit einer Kollegin plötzlich mit
erledigen musste, weil eins ihrer Kinder krank
wurde. Aber was soll ich denn machen? Ständig bin
ich irgendwie auf dem Sprung, und irgendwas kommt
immer zu kurz. Nie habe ich das Gefühl, wirklich
fertig zu sein. Und für mich selber bleibt
überhaupt keine Zeit mehr übrig - ich weiß gar
nicht, wann ich das letzte Mal ein Buch von vorne
bis hinten durchgelesen habe.“
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Papa ist die beste Mama - über den Rollentausch bei Eltern
19.10.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Familie
Letzten Monat ist ein neues Buch der
Karriereberaterin Svenja Hofert erschienen - und
zwar ein sehr persönliches. "Papa
ist die Beste Mama
"
lautet der Titel dieses "Ratgebers zum
Rollentausch", in dem sie aktuelle
Rahmenbedingungen, Chancen und Schwierigkeiten
eines Familienmodells unter die Lupe nimmt,
das sie selbst genau so lebt: Papa bleibt
zuhause und kümmert sich um den Nachwuchs,
Mama macht Karriere und verdient das Geld. So
erklärt sie auch den Titel und relativiert
seine (zugegebenermaßen etwas provokante)
Aussage gleich im Vorwort dahingehend, dass
sie dabei natürlich in erster Linie an ihren
eigenen Mann gedacht hat, dass ihr aber im
Verlauf ihrer Recherche zum Buch viele Männer
begegnet sind, für die der Satz ebenfalls
zutraf.
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Interview zum Thema Rollentausch bei Eltern
17.10.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Familie
Im gerade erschienen Buch "Papa
ist die Beste Mama
"
der Autorin Svenja Hofert ist ein kleines
Interview mit mir zum Thema Konfliktentstehung
und -bewältigung beim Rollentausch. Mehr zum
Buch gibt es in einem separaten Beitrag, hier
schonmal das Interview.
Warum ist die Beziehung so viel schwerer, wenn beide arbeiten wollen?
Wenn beide arbeiten, sind im Gegenzug auch beide an der Erziehung und meist auch am Haushalt beteiligt. In so einer Konstellation ist viel Abstimmung nötig. Das erfordert jede Menge Kommunikation.
Also doch besser die klassische Rollenverteilung?
Am Anfang gibt es da wahrscheinlich weniger Reibereien. Auf Dauer entsteht aber Frust, wenn einer – meist die Frau – beruflich stark zurücksteckt. Und das sorgt letztendlich für die größeren Krisen. Bei einer partnerschaftlichen Erziehung reden Mann und Frau mehr miteinander – das ist gut, solange es nicht nur um Terminabstimmungen und Haushalt geht.
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Warum ist die Beziehung so viel schwerer, wenn beide arbeiten wollen?
Wenn beide arbeiten, sind im Gegenzug auch beide an der Erziehung und meist auch am Haushalt beteiligt. In so einer Konstellation ist viel Abstimmung nötig. Das erfordert jede Menge Kommunikation.
Also doch besser die klassische Rollenverteilung?
Am Anfang gibt es da wahrscheinlich weniger Reibereien. Auf Dauer entsteht aber Frust, wenn einer – meist die Frau – beruflich stark zurücksteckt. Und das sorgt letztendlich für die größeren Krisen. Bei einer partnerschaftlichen Erziehung reden Mann und Frau mehr miteinander – das ist gut, solange es nicht nur um Terminabstimmungen und Haushalt geht.
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Rollenspielsucht - Wenn World of Warcraft zur Droge wird
Gestern hat mich eine E-Mail erreicht, die sich mit
einem Thema beschäftigt, dass auch in meiner Praxis
zunehmend mehr Raum einnimmt:
Online-Rollenspielsucht. Bisher haben
Computerspiele und ihre negativen Auswirkungen auf
manche Kinder und Jugendlichen ja meist dann Furore
gemacht, wenn mal wieder ein Amoklauf an einer
Schule stattgefunden hatte und heftige
Ursache-Wirkungs-Diskussionen hinsichtlich des
Zusammenhangs zwischen gewalttätigen
Computerspielen und der Bereitschaft, auch in der
Realität andere Menschen zu töten, durch die
Medienwelt rauschten. Für ein paar Wochen wurden
dann immer alle möglichen Experten dazu befragt,
strengere Kontrollen für den Verkauf und Vertrieb
solcher Spiele gefordert, Indexlisten und
Zensurmöglichkeiten diskutiert,
Untersuchungsergebnisse veröffentlicht ... und dann
wurde es irgendwann wieder ruhig um das Thema, weil
ein aktuelleres Geschehen die Schlagzeilen füllte.
Übersehen oder zumindest verharmlost wird bei
dieser ganzen Debatte um den Zusammenhang zwischen
Gewalt im Alltag und Computerspielen allerdings
gerne ein weniger spektakulärer Aspekt dieser
Freizeitbeschäftigung am Rechner: nämlich die
Internetspielsucht ganz allgemein. Denn
selbstverständlich ist es (zum Glück!) nur ein
verschwindend geringer Prozentsatz der Spielenden,
der irgendwann auch im wirklichen Leben zur Waffe
greift und irgendwo ein reales Blutbad anrichtet -
aber wie groß ist wohl mittlerweile die Zahl
derjenigen, die da draußen heimlich, still und
leise mehr und mehr in die virtuelle Welt abdriften
und irgendwann den Weg zurück in die Realität gar
nicht mehr finden können?
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Frieden mit der Vergangenheit schließen, um frei für die Zukunft zu werden
13.03.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Lebensgestaltung
Also, um hier gleich mal eins klar zu stellen: Ich
bin beileibe keine Freundin des bekannten
Familienaufstellers Bert Hellinger, auch wenn ich
systemische Therapeutin bin und damit
Familienaufstellungen zu meinem täglichen
Handwerkszeug gehören. Was es an Hellinger aus
meiner (und nicht nur meiner Sicht) alles
auszusetzen gibt, damit könnte man Bücher füllen.
Aber in einer Hinsicht hat der Mann nicht ganz
unrecht, wenn er da immer von „Vater und Mutter
ehren und achten“ schwatzt - dass es nämlich eine
ganz wesentliche Voraussetzung für Zufriedenheit
und Glück im Leben ist, dass man mit den eigenen
Eltern in irgendeiner Form seinen Frieden macht und
sie so akzeptiert, wie sie sind. Selbst dann (oder
vielleicht auch gerade dann!), wenn man sie
eigentlich am liebsten auf den Mond schießen würde
für alles das, was sie alles falsch gemacht haben.
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