Psychosomatik
Die Seele frei lachen - Ein etwas anderes Buch zum Thema Depression
Im Urlaub habe ich ein wirklich schönes Buch ("Eine echt verrückte Story" von
Ned Vizzini) um Thema Depressionen in die
Finger bekommen und innerhalb eines Tages
nahezu gefressen - ich konnte und wollte es
nicht mehr weglegen. Klingt ziemlich krank,
oder? Liest im Urlaub auch noch Zeugs über
Depressionen ... aber du wirst es nicht
glauben, ich habe bei der Lektüre vor allem
eins getan: gelacht! Und das bei einem Buch
über dieses Thema; ich hätte nicht gedacht,
dass das geht!
Weiterlesen ...
Zum Psychologen? Ich bin doch nicht verrückt! (2)
12.06.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Gesundheit
Die erste Frage, die du dir bei der Suche nach
einem Therapeuten stellen solltest, ist die nach
der Schwere der Problematik. Je nachdem, wie heftig
die Symptome sind, unter denen du leidest, ist auch
deine Funktionsfähigkeit im Alltag beeinträchtigt;
oft hat das auch damit zu tun, dass man zu lange
gezögert hat, überhaupt Hilfe in Anspruch zu
nehmen. Grundsätzlich ist zwar eine ambulante
Therapie erst mal das Mittel der Wahl, aber wenn du
das Gefühl hast, du kommst mit den ganz normalen
alltäglichen Dingen um dich herum bereits nicht
oder kaum noch zurecht und vor allem dann, wenn du
sehr stark unter suizidalen Gedanken leidest (also
sehr oft und sehr konkret über Selbstmord
nachdenkst), ist eine stationäre Therapie auf jeden
Fall vorzuziehen. Damit bist du erst mal in einem
geschützten Umfeld, in dem du dich um nichts außer
dir selbst kümmern musst. Beim Finden eines
stationären Therapieplatzes kann dir dein Hausarzt
helfen. An eine stationäre Therapie schließt sich
im Idealfall meist eine ambulante Therapie an, da
in den meist 4 Wochen Klinik nur erste
Weichenstellungen stattfinden können.
Weiterlesen ...
Zum Psychologen? Ich bin doch nicht verrückt!
05.06.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Gesundheit
Wer hierzulande mit psychischen Problemen zu
kämpfen hat, hat meist gleich noch ein paar weitere
Probleme am Hals, stelle ich in meiner Praxis immer
wieder fest. Das fängt mit der Erkenntnis, dass es
so wohl doch nicht weitergehen kann, an und hört
mit der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz
noch lange nicht auf. Deshalb heute hier mal ein
Blog zu ein paar ganz grundsätzlichen Fragen rund
um das Thema Psychotherapie.
Weiterlesen ...
Ein Blick in den Kopf einer magersüchtigen jungen Frau
05.03.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Gesundheit
Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog schon mal
über das Thema Magersucht
geschrieben. Dieser Tage bin ich im
Internet auf einen wirklich tollen Videoclip
zu dieser Problematik gestoßen, den ich
deshalb auch unbedingt hier verlinken will.
Der Clip lässt einen auf ungemein
eindringliche Weise einen Augenblick in den
Kopf einer betroffenen jungen Frau blicken -
mir zumindest hat er eine Gänsehaut über den
Rücken gejagt, obwohl ich mit dem
Krankheitsbild natürlich theoretisch vertraut
bin und auch mit Klientinnen gearbeitet habe,
die damit zu kämpfen hatten. Der Begriff der
„Körperschemastörung“ - man könnte auch sagen:
der Störung des Körperbildes - war mir
geläufig und ich wusste, dass er von den
diagnostischen Instrumenten ICD-10 bzw. DSM-IV
auch als eine Voraussetzung für eine Anorexie
angeführt wird. Unter einer
Körperschemastörung versteht man, dass
Betroffene sich selbst, wenn sie sich
anschauen, als dick wahrnehmen, auch wenn sie
objektiv betrachtet bereits untergewichtig
sind. Hautfalten erscheinen ihnen wie
Fettpolster, und lässt man eine von Magersucht
betroffene Frau die Umrisse ihres Körpers
aufzeichnen, kommt eine Silhouette dabei
heraus, die meilenweit von der Realität
entfernt ist. Das wusste ich alles - aber was
es für die Betroffene
wirklich bedeutet, das kann
ich mir, glaube ich, jetzt besser vorstellen.
Ich wünschte mir, dass möglichst viele
Angehörige und Freunde von betroffenen Frauen
diesen Clip sehen, dann würden sie verstehen,
wie sinnlos der Patientinnen gegenüber so oft
geäußerte Satz: „Nun iss doch endlich mal was
Vernünftiges!“ angesichts dieser subjektiven
Realität sein muss.
Weiterlesen ...
Weiterlesen ...
Kein Forum für die Magersucht
16.01.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Gesundheit
Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle bereits
darüber berichtet, dass Spanien
dem Schlankheitswahn in der Mode den Kampf
angesagt hatte und zu dünne Models dort
nicht mehr auf die Laufstege dürfen. Jetzt
haben die Iberer zusätzlich zu dieser ohnehin
schon begrüßenswerten Maßnahme noch einen
drauf gesetzt und sich zu einer ziemlich
mutigen Zensur-Aktion im Internet
entschlossen. Im Netz der Netze gibt es
nämlich etliche hundert Websiten, die
Magersucht als erstrebenswertes Ziel und
speziellen Lebensstil verherrlichen. Und ein
erheblicher Teil davon meint das keineswegs
ironisch oder scherzhaft (was angesichts der
Todesrate unter Magersüchtigen ohnehin
geschmacklos genug wäre!), sondern völlig
ernst. Pro-Ana- oder Pro-Mia-Seiten nennen
sich solche Foren gerne: „Ana“ als Kosewort
für Anorexie, also Magersucht; „Mia“ für
Bulimie, also Fress-Brech-Sucht. Weiterlesen
...
Wenn die Seele hungert
06.12.2006 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Gesundheit
Neulich hat mich eine Zeitungsmeldung sehr gefreut:
Spanien sagt dem Schlankheitswahn den Kampf an! Auf
der Madrider Modewoche "Pasarela Cibeles" dürfen zu
dünne Models nicht mehr über den Laufsteg tigern.
Fast 30 - 40 % der Models, die noch letztes Jahr an
der Modenschau teilnahmen, sind dieses Jahr
gesperrt. Das Auswahlkriterium ist der BMI (Body
Mass Index), der bei mindestens 18 liegen muss.
Dünnere Models müssen zuhause bleiben. Die
Begründung: Zu schlanke Models seien ein schlechtes
Vorbild vor allem für Jugendliche und animierten
zur Magersucht. Weiterlesen
...
Burn-out - Nicht mit mir!
24.10.2006 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Gesundheit
Der Begriff Burn-out(-Syndrom) ist mittlerweile
längst fester Bestandteil unseres
Alltagswortschatzes geworden. Erstmals untersucht
wurde dieses Syndrom bereits 1976 von der
kalifornischen Psychologin Christina Maslach. Sie
stellte drei zentrale Komponenten des Syndroms
fest:
- Emotionale Erschöpfung: Das Gefühl, durch beruflichen Kontakt mit anderen Menschen erschöpft und ausgelaugt zu sein.
- Depersonalisierung: Gleichgültigkeit, Abgestumpftheit, Desinteresse an Menschen, Arbeitsprozessen und -ergebnissen.
- Reduzierte Leistungsfähigkeit: Das Gefühl, die Arbeit nicht mehr gut und erfolgreich ausführen zu können.