Introvertiert
Warum wir einen Tag der Introvertierten brauchen
23.09.2011 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Persönlichkeit
Dass Introvertierte in vieler Hinsicht gerade in
unserer von Extrovertierten dominierten und
gestalteten Gesellschaft ein schwereres Leben
haben, weißt du schon, wenn du meine Beiträge zum
Thema
Introversion in der Vergangenheit gelesen
hast. Neben einem erhöhten
Gesundheitsrisiko in psychischer und
physischer Hinsicht (beispielsweise für
Erkrankungen wie Depressionen, affektive
Störungen, Burnout und ähnlichem) sind sie
auch gegen Belastungen oft weniger gut
gewappnet als Extrovertierte: Stress
verkraften sie schlechter und im Schnitt sind
sie auch weniger lebenszufrieden als diese.
Introvertierte neigen deshalb auch leichter
zum Drogen-, Suchtmittel- oder
Medikamentenmissbrauch und wählen in scheinbar
aussichtslosen Lebenssituationen auch häufiger
als Extrovertierte den Freitod als Ausweg.
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So finden Idealisten den Sinn ihres Lebens
Die obersten Ziele aller Idealisten (spontane
Idealisten, verträumte
Idealisten, harmoniebedürftige
Idealisten und engagierte
Idealisten) sind Selbstfindung und
Selbstverwirklichung. Wenn du zu den
Idealisten gehörst (du kannst es mit unserem
kostenlosen Persönlichkeitstest
herausfinden), dann stellt das Dasein für dich
eine einzige Suche nach tieferer Bedeutung
dar: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe
ich? Was ist meine Bestimmung? Damit ist schon
der wichtigste Pfeiler für dein ganz
persönliches Glücksrezept genannt: Lebenssinn!
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Introvertiert - und glücklich in der Liebe!
Neben dem Beruf ist für die meisten Menschen eine
Partnerschaft der wichtigste Bestandteil ihres
Lebens. Die Forschung zeigt, dass eine dauerhafte,
glückliche Liebesbeziehung tatsächlich einer der
wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste
Schlüssel zur Lebenszufriedenheit ist. Instinktiv
scheinen das die meisten von uns zu wissen, deshalb
begeben sich auch - abgesehen von einigen wenigen
sehr einzelgängerisch veranlagten Ausnahmen - die
meisten Singles früher oder später irgendwann
(wieder) auf die Suche nach einem (neuen) Partner.
Introvertierte zögern damit allerdings häufig
länger als Extrovertierte, zum einen deshalb, weil
sie besser mit dem Alleinsein klarkommen und die
Vorteile des Singledaseins aus diesem Grund oft
höher schätzen als diese, zum anderen deshalb, weil
es ihnen schwerer fällt, auf andere Menschen
zuzugehen - und das ist natürlich die Voraussetzung
schlechthin, wenn man einen neuen Partner sucht!
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Introvertiert - und glücklich im Beruf!
Es ist in vieler Hinsicht keine einfache Sache, als
Introvertierter in unserer heutigen Gesellschaft zu
leben. In unserer westlichen Kultur stehen die
Qualitäten Extrovertierter auf den ersten Blick
viel höher im Kurs als die der Introvertierten:
Schnelligkeit, Wettbewerbsorientierung, soziale
Kompetenz, Handlungsorientierung,
Durchsetzungswillen, Kontaktfreude,
Diskussionsfreude, Aktivität ... man könnte die
Liste nahezu endlos fortsetzen. „Just do it!“ -
mach‘s einfach! -: der Slogan der Sportfirma Nike
bringt es auf den Punkt: Geh raus, beweg dich,
handele! Und das bitteschön mit einem gehörigen Maß
an Selbstbewusstsein, Optimismus, Offenheit und
ruhig auch einer Prise Ellenbogeneinsatz. Dann bist
du erfolgreich, beruflich wie privat. Dann steht
die Welt dir offen, die Menschen bewundern dich und
suchen deine Gesellschaft. Du bist der strahlende
Mittelpunkt der Party, und niemand hat eine Chance,
deine Leistungen im Job zu übersehen. Weil du nicht
nur die Initiative ergreifst und schnelle
Ergebnisse anstrebst, sondern auch den alten
Spruch: „Klappern gehört zum Handwerk!“ kennst und
beherzigst. Und weil du Kontakte und Seilschaften
pflegst, was das Zeug hält, im realen Leben ebenso
wie im virtuellen Raum von Social Networks. Weil du
die Klaviatur der Extraversion beherrschst und nach
den Vorgaben und Regeln der Gesellschaft auf ihnen
spielst. Weiterlesen
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Introversion - ein Gesundheitsrisiko?
19.06.2011 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Persönlichkeit
Gehörst du zu den introvertierten unter unseren
Persönlichkeitstypen? (Falls du dir noch nicht
sicher bist, mach einfach unseren kostenlosen
Persönlichkeitstest.) Wenn ja, dann bist
du ein Mensch, der seine Batterien besser
auflädt, wenn er Zeit für sich allein hat -
eins der berühmten «stillen Wasser». Für
andere ist es dann wahrscheinlich nicht so
einfach, dich näher kennenzulernen, denn du
lässt nur wenige Menschen wirklich an dich
heran. Sicher bist du ein besserer Zuhörer als
Redner und denkst lange nach, bevor du dich in
einer Sache zu Wort meldest. Allzu viel
Gesellschaft ermüdet dich, weshalb du
wahrscheinlich wenige handverlesene Freunde
bevorzugst. Du verkraftest soziale Kontakte -
im Vergleich zu einem Extrovertierten - besser
in homöopathischen Dosen. Rückzug und
Alleinsein dagegen sind für dich elementare
Energiequellen. Weiterlesen
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Passen introvertierte und extrovertierte Partner zusammen?
09.10.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Fragen
und Antworten
Frage: Ich selber bin ein
introvertierter Typus, aber mein Freund ist total
extrovertiert. Eigentlich hat das anfangs nicht
gestört, denn ich glaube fast, dass es ihm gut
gefällt, dass ich so ruhig bin. Und mir hat es auch
gefallen, dass er so ein witziger und aufgedrehter
Kerl ist, weil er in seinem Wesen Dinge hat, die
mir fehlen, die ich aber interessant
finde. Das Problem ist
aber, dass er äußerst mitteilsam und sehr
wissbegierig ist. Während er es darauf anlegt, mit
fremden Menschen ins Gespräch zu kommen, ob das nun
in der Apotheke oder an der Würstchenbude ist, um
neue Dinge zu erfahren und etwas dazuzulernen, so
ist es bei mir genau anders herum. Ich vermeide es
irgendwie immer lieber, mit anderen ins Gespräch zu
kommen, weil es mir nicht liegt, ich lieber meine
Ruhe haben will und meist erst gar nicht weiß, was
ich überhaupt sagen könnte. Wir haben unsere
Gegensätzlichkeit zwar positiv gesehen und gesagt,
das wir uns helfen könnten, ich ihm ruhiger zu
werden oder auf dem Teppich zu bleiben, und er mir
etwas offener zu werden. Doch in der Realität sieht
es so aus, das er ein Mensch ist, der sich sehr
gerne unterhält und der über alle möglichen Dinge
wahnsinnig viel weiß und der stundenlang Monologe
führen kann. Und das ist der Punkt, wo es
anstrengend für mich wird. Ich werde automatisch in
die Zuhörer-Ecke gedrängt und vermag es nicht, mich
selbst dort heraus zu befördern. Wenn ich mal ein
Sätzchen sage, dann hat er dazu auch gleich wieder
etwas anzumerken und - schwupps - übernimmt er
wieder die Rolle des Redners. Unterhalten ist
schön, wenn jeder gleich viel oder fast gleich viel
dran kommt, aber wenn ich immer nur zuhören muss,
dann ist es einfach zu viel auf einmal für mich.
Außerdem habe ich Angst, dass ich ihn langweile,
wenn ich so gar nichts sage. Kann unsere Beziehung
trotzdem gut gehen?
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Persönlichkeitsmerkmale und ihr Einfluss auf menschliche Interaktionskreisläufe
05.11.2006 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Kommunikation
Heute geht es wieder um unterschiedliche
Persönlichkeitsstile, dieses Mal liegt der Fokus
speziell auf dem Merkmal "extrovertiert" bzw.
"introvertiert". Wenn du deinen Typus mit unserem Test
bestimmt hast, dann weißt du ja, ob du zu
den extrovertierten oder den introvertierten
Typen zählst:
- extrovertiert: energischer Macher, lässiger Macher, zielstrebiger Realist, fürsorglicher Realist, spontaner Idealist, engagierter Idealist, innovativer Denker, ehrgeiziger Denker
- introvertiert: individualistischer Macher, sensibler Macher, verlässlicher Realist, gutmütiger Realist, verträumter Idealist, harmoniebedürftiger Idealist, analytischer Denker, unabhängiger Denker