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Glückstipp der Woche: Dankbarkeit macht glücklich!

Letztes Wochenende wurde ja in den meisten kirchlichen Gemeinden das Erntedankfest gefeiert. Hier bei uns auf dem Land, aber auch in den Städten geben sich alle dann immer viel Mühe, den Altarraum mit Früchten, Gemüsen und Blumen wunderschön zu schmücken. Ein wirklich schöner Brauch, finde ich, denn er durchbricht wenigstens einmal im Jahr die Selbstverständlichkeit, mit der wir tagein, tagaus in Supermärkte und Geschäfte marschieren und uns - in der Regel ohne großes Nachdenken - das besorgen, was wir so zum Leben brauchen. Dass wir dabei im weltweiten Vergleich richtig gut versorgt sind, machen wir uns selten bewusst. Sehr spannend fand ich vor einiger Zeit zu diesem Thema auch die Fotos von Peter Menzel. Unter dem Titel "What the world eats" fotografierte er Familien rund um den Globus inmitten der Lebensmittel, die sie innerhalb einer Woche zu konsumieren pflegen. Was einem beim Betrachten der Fotos (neben den natürlich immensen Unterschieden in dem, was an Geld ausgegeben werden kann) ins Auge sticht, ist auch die Zusammenstellung der Lebensmittel, die einem schlagartig klar macht, dass es eben nicht selbstverständlich ist, über eine so große Auswahl und Vielfalt an Nahrung verfügen zu können wie wir das in der Regel tun. Das fällt einem besonders bei den Familien aus dem Tschad, aus Ecuador oder Bhutani auf. 

Lebensmittel sind natürlich nicht das einzige, wofür man dankbar sein kann, aber sie sind ein guter Anfang. Der heutige Glückstipp lautet nämlich: Dankbarkeit macht glücklich! Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen: Im Jahr 2002 führten Mike McCullough und Robert Emmons eine Studie durch, in der sie ihre Versuchspersonen in drei Gruppen aufteilten. Alle mussten zwei Wochen lang Tagebuch führen, entweder gezielt über Ereignisse, für die sie dankbar waren, über ihren ganz normalen Alltagskram oder über Lebensereignisse allgemein. Vor und nach diesen zwei Wochen wurde die Lebenszufriedenheit der Teilnehmer mittels eines Tests erfasst. Und siehe da - die Werte der Dankbarkeitsgruppe zum Thema Glück und Zufriedenheit waren nach diesen zwei Wochen erheblich höher als zuvor! 

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Wenn du öfter hier auf iPersonic unterwegs bist, hast du vielleicht meinen Beitrag "Glück ist lernbar" gelesen, in dem ich dir schon einmal das Führen eines solchen Glückstagesbuches ans Herz gelegt habe. Das tue ich heute noch einmal. Der "Trick" dabei ist nicht, dass man sich Sachen schönreden soll, sondern dass man sich einfach alle die kleinen und großen Dinge, die einem täglich widerfahren und die man überhaupt nicht mehr sonderlich als dankenswert registriert ins Bewusstsein ruft. Jeder von uns hat nämlich viel mehr, wofür er dankbar sein kann, als er im ersten Moment vielleicht glaubt. Das fängt damit an, dass man morgens gesund aufwacht (oder überhaupt aufwacht!), dass man sich (heute und in den nächsten Tagen fast überall!) über den Sonnenschein freuen darf und hört mit dem Dach über dem Kopf noch lange nicht auf. Man muss sich nur ein paar Minuten Zeit nehmen, um sich zu vergegenwärtigen, dass all das nicht selbstverständlich und normal ist, sondern ein Geschenk - und zwar eines, das vielen Menschen zur gleichen Zeit an anderen Orten so nicht gewährt wird. Der Effekt auf die eigene Zufriedenheit ist enorm, du wirst es merken! 

Eine schöne Idee finde ich übrigens auch die folgende: Zeig deine Dankbarkeit im Laufe der kommenden Woche doch einmal einem Menschen, der sie in deinen Augen verdient hätte. Das kann jemand sein, der früher etwas für dich getan hat, dem du aber bisher nicht wirklich dafür gedankt hast, aber natürlich auch jemand, der aktuell deinen Dank verdient hätte. Es muss auch nichts Spektakuläres sein, genauso wenig wie beim Dankbarkeitstagebuch - weder das, wofür du dich da bedankst, noch die Art, wie du es tust. Wichtig ist nur, dass du deinen Dank klar zum Ausdruck bringst: sag, wofür du dankbar bist und was dir das bedeutet, was der- oder diejenige für dich getan hat. Damit schlägst du sogar zwei Fliegen zum Thema Glück mit einer Klappe, denn du tust etwas für dein eigenes und für das des Bedankten zugleich, der sich bestimmt sehr freut. 

Hier bei uns in Herxheim gibt es - neben dem Erntedankfest - übrigens noch einen schönen Brauch, der das Thema Dankbarkeit illustriert: die Laurentius-Brotweihe. Einmal im Jahr, am Laurentiustag, beladen die Herxheimer einen großen Leiterwagen mit Brotlaiben und fahren ihn in einer feierlichen Prozession an die Gemarkungsgrenze des Ortes, wo das Brot von den Einwohnern der umliegenden Gemeinden in Empfang genommen und verteilt wird. Zurück geht dieses Ritual auf das Jahr 1666 (!). Damals wütete in Herxheim die Pest und raffte einen großen Teil der Einwohner dahin. Der Ort stand unter Bann - klar, man wollte sich nicht anstecken! -, aber die Bewohner der umliegenden Gemeinden linderten die Hungersnot der Herxheimer, indem sie Körbe voll Brot und sonstigen Lebensmitteln bis an die Banngrenze trugen und dort abstellten. Die Herxheimer taten daher ein Gelübde: "Wenn Hunger und Pest ein Ende nehmen, wollen wir für ewige Zeiten jedes Jahr nach der Ernte das Erstlingsbrot weihen lassen und davon einen Zweispänner-Wagen zum Finsterloch fahren und es dort an unsere Wohltäter verteilen."

Die Pest verschwand, und die Herxheimer halten ihr Versprechen bis heute ein. Dankbarkeit, die 340 Jahre lang hält - eine feine Sache, oder?

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