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Frische Ideen und Perspektiven mit der Micky-Maus-Methode

Das Neue Jahr hat begonnen, für die meisten von uns gehen spätestens nach dem Wochenende auch die Ferien oder der Urlaub zu Ende. So mancher wird sich in diesen Tagen mit einem oder mehreren guten Vorsätzen für 2008 gewappnet haben: mit dem Rauchen aufhören (speziell jetzt, da das Rauchverbot in Gaststätten auch in den Nachzügler-Ländern wie Rheinland-Pfalz in Sichtweite rückt, ein attraktiver Gedanke!), die überflüssigen Weihnachtspfunde wieder los werden, endlich regelmäßig Sport treiben, eine neue Stelle finden, ein Auslandsjahr einschieben, ein neues Hobby beginnen ... Und so mancher wird sich in ein paar Wochen oder Monaten vermutlich frustriert fragen, was eigentlich falsch gelaufen ist, weil er feststellt, dass den guten Vorsätzen nur ein äußerst kurzes Leben beschieden war: Man lässt sich immer noch vom unangenehmen Chef schikanieren, die Pfunde sind nicht nur immer noch da, sondern scheinen auch noch Freunde eingeladen zu haben, und die Sprachkurse in der Volkshochschule hat man zwar immerhin im Prospekt angestrichen, aber dabei ist es dann auch geblieben.

Allerorten finden sich derzeit viele gute Ratschläge, wie man diesem ärgerlichen Kreislauf entkommen kann - Tipps zur realistischen Zielsetzung beispielsweise, zur Stärkung der eigenen Disziplin und Willenskraft und vieles mehr. Ich möchte dir heute mal eine Methode zum Umgang mit deinen ganz persönlichen Zielen vorstellen, die allgemein als „Walt-Disney-Methode“ bekannt ist und die ich auch in Seminaren oder Therapien gerne nutze. Sie heißt so, weil sie tatsächlich auf Walt Disney zurückgeht (manche nennen sie daher auch „Micky-Maus-Methode“). Es lohnt sich, wenn du dir ein bisschen Zeit für diesen Prozess gönnst, bevor du mit Elan dein(e) neues/n Ziel(e) in Angriff nimmst. Denn öfter als gedacht übersehen wir bei unserer ehrgeizigen Planung doch das eine oder andere (innere oder äußere) Hindernis oder unterschätzen den Aufwand, der nötig ist, um das Ziel zu erreichen. Umgekehrt tun wir uns manchmal schwerer als es sein müsste, weil wir eigentlich vorhandene Ressourcen nicht oder nicht genügend zur Zielerreichung nutzen. Und last but not least legen wir unseren Wünschen oft zu frühe oder zu enge Zügel an, weil wir uns selbst nicht genügend zutrauen.

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Such dir drei unterschiedliche Plätze in deiner Wohnung aus, die du für die Übung nutzen kannst. Im Idealfall befinden sie sich in drei verschiedenen Räumen, aber das ist nicht zwingend notwendig; wenn du nicht so viel Platz hast, kannst du auch einfach drei Ecken eines Zimmers dafür wählen. (Walt Disney soll das Ganze übrigens sogar einfach mit drei unterschiedlichen Stühlen in seinem Büro durchgeführt haben.) Wichtig ist eigentlich nur, dass es an jedem Ort eine bequeme Sitzmöglichkeit für dich gibt. Hast du die Plätze bestimmt, gestaltest du nun jeden davon ein kleines bisschen anders:
  1. Der erste Platz ist der Platz des Träumers. Hier solltest du ein paar schöne und stimulierende Dinge arrangieren: vielleicht eine Duftkerze oder ein Räucherstäbchen, ein paar Kissen oder Decken, die du besonders magst, Blumen oder eine Pflanze oder einfach ein schönes Bild oder Foto.

  2. Der zweite Platz ist der Platz des Kritikers. Den gestaltest du ein bisschen schlichter, aber trotzdem angenehm. Achte darauf, dass du auch hier bequem sitzen kannst, aber nicht „rumlümmelst“. Der Platz sollte hell und luftig und möglichst aufgeräumt sein und so viel Ruhe und Struktur wie möglich vermitteln.

  3. Der dritte Platz ist der Platz des Realisierers. Hier kannst du einige Dinge platzieren, die symbolisch für die Arbeit an deinem persönlichen Ziel stehen - da kommt es natürlich darauf an, welches es ist. Geht es darum, dass du dich 2008 beruflich verändern willst, kannst du zum Beispiel deinen Terminkalender und den Stellenanzeigenteil aus der Zeitung hier deponieren; wenn du planst, ab sofort regelmäßig zu joggen, kannst du eine Mineralwasserflasche und Sportschuhe da hinstellen; wenn es ins Ausland gehen soll, kannst du ein Lexikon oder einen Atlas nehmen ... Dir fällt sicher etwas ein.

Abschließend legst du dir an jedem der drei Orte noch etwas zum Schreiben griffbereit parat. Wenn du Lust und die Möglichkeit dazu hast, kannst du nun noch an jeden der drei Plätze eine andere Kopfbedeckung deiner Wahl legen: den jeweiligen „Hut“, der zu diesem Ort gehört. Abgesehen von diesen drei Plätzen solltest du dir aber auf jeden Fall noch einen vierten „neutralen“ Platz auswählen. Diesen musst du nicht besonders gestalten, es kann durchaus z. B. der Flur oder das Treppenhaus sein.

So, nun kann es losgehen. Als erstes setzt du dich auf den Platz des Träumers (und wenn du magst, setzt du dir auch seinen Hut auf). Schließ die Augen und konzentriere dich auf dein Ziel. Male dir deine Vision, wie es sein wird, wenn du es erreicht hast, so bildhaft wie irgend möglich aus. Wie wirst du aussehen, wenn du die fünf Kilo weniger mit dir herumträgst, die du los werden willst? Was wirst du anziehen? Wie wird sich das anfühlen? Oder überleg dir genau, wie dein idealer neuer Job sein wird. Wo wirst du arbeiten, mit wem? Was wirst du tun? Auf diesem Träumerstuhl ist alles erlaubt und erwünscht, es gibt keine Regeln, die dich einschränken oder Zweifel, die dich plagen. Lass deiner Fantasie die Zügel einfach schießen. Es macht nichts, wenn du verrückte Ideen hast oder unlogische oder unrealistische Voraussetzungen annimmst, im Gegenteil! Je bunter, farbiger, detailreicher und greifbarer die Vision vor deinem inneren Auge entsteht, desto besser. Nimm dir eine Viertelstunde Zeit dafür (am besten stellst du dir den Wecker) und mach dir immer wieder Notizen über das, was dir durch den Kopf geht. Ist die Zeit um, verlässt du den Platz des Träumers (und denk dran, auch seinen Hut dort zu lassen, falls du einen auf hattest!). Auch die Notizen, die du dir gemacht hast, bleiben dort liegen. Geh für ein, zwei Minuten an den „neutralen“ Platz und mach eine kurze Pause, in der du dich nicht mehr mit deinem Ziel beschäftigst, sondern einfach abschaltest, aus dem Fenster schaust oder die Fliesen auf dem Fußboden zählst.

Nimm jetzt den Platz des Kritikers ein. Du bist jetzt in der Rolle dessen, der die Vorschläge des Träumers gnadenlos unter die Lupe nimmt. Jetzt lässt du die zweifelnde, zögernde, mutlose Stimme in dir zu Wort kommen, die bestimmt auch einiges zu deinem Ziel zu sagen hat: Was hat der Träumer alles übersehen? Welche Risiken sind mit dem Ziel verbunden? Was kann alles schief gehen und welche Konsequenzen hätte das? Welche Anstrengungen werden nötig sein - und wirst du ihnen gewachsen sein? Worauf wirst du alles verzichten müssen, um das Ziel zu erreichen? Wer wird aus deinem Freundes- und Familienkreis alles die Augenbrauen hochziehen und Bedenken anmelden? Was macht dir vielleicht auch richtig Angst an dem Ziel? Was wird dir alles in den Weg kommen (von innen und außen), was dich an der Zielerreichung hindern wird? Und willst du das auch wirklich, wirklich, was du dir da vorgenommen hast? Auch für diesen Platz nimmst du dir wieder eine Viertelstunde Zeit und machst dir immer wieder Notizen über deine Überlegungen. Im Anschluss folgt wieder eine kurze Pause im neutralen Raum.

Geh jetzt zum Platz des Realisierers, setz dich, setz dir seinen Hut auf und schließ wieder kurz die Augen. Deine Aufgabe ist es hier, dich auf das zu konzentrieren, was zu tun ist, um die Visionen des Träumers umzusetzen - so praktisch und lebensnah wie möglich. Was musst du tun, um seine Ideen zu verwirklichen? Was (oder wen) brauchst du dazu: Geld, Materialien, Zeit, Menschen, neues Wissen, bestimmte Fähigkeiten, zusätzliche Informationen ....? Was davon ist vielleicht schon vorhanden, was musst du neu beschaffen? Woher? Bis wann? Dabei behältst du aber auch die Argumente des Kritikers im Kopf - du lässt dich jetzt nicht einfach fortreißen und schwelgst in Fantasien, wie der Träumer es durfte, sondern überprüfst alles auf seine Machbarkeit hin. Auch für diesen Platz stehen dir 15 Minuten zur Verfügung, und auch hier machst du dir Notizen über deine Überlegungen.

Manchmal ist es notwendig oder sinnvoll, die drei Stationen mehrfach zu durchlaufen, damit alle Aspekte berücksichtigt werden können. Es ist daher völlig legitim, immer wieder die Plätze und Rollen zu wechseln; wichtig ist es nur, dazwischen jeweils eine kurze Pause im neutralen Raum einzulegen, damit die Plätze sich nicht miteinander „vermischen“. Oft ist es auch so, dass die Argumente des Kritikers erst mal sehr gewichtig sind und scheinbar der Ausführung einen Riegel vorschieben. Dann kannst du versuchen, seine Einwände in Form von konstruktiven Fragen an den Träumer zurückzugeben. Mault der Kritiker beispielsweise herum, dass es keine gute Idee ist, für ein Jahr ins Ausland zu gehen, weil du dazu deine geliebte Wohnung aufgeben müsstest, dann kannst du mit der Frage auf den Träumerstuhl zurückkehren: „Wie kann ich es schaffen, die Wohnung hier zu behalten und trotzdem ein Jahr in den USA zu arbeiten?“ Vielleicht fällt dem Träumer in dir ja eine Lösung dazu ein.

Der große Vorteil der Methode liegt darin, dass sie verschiedene innere Anteile zu Wort kommen lässt, und zwar so intensiv und unverfälscht wie möglich. Denn kaum eine Entscheidung treffen wir völlig ohne Ambivalenzen. Indem man den unterschiedlichen Anteilen, den Fürs und Widers und auch dem Realisten in uns jeweils einen eigenen Platz zuweist, stellt man sicher, dass jedem davon die nötige Aufmerksamkeit zuteil wird. Sitzt du auf dem Stuhl des Träumers, dann darfst du mal so richtig auf den Putz hauen, ohne dass dir dein innerer Zweifler nach jedem Halbsatz das Wort abzuschneiden versucht. Und umgekehrt bekommen deine Ängste und Bedenken den Raum, der ihnen zusteht, denn es ist allemal besser, wenn du dich mit ihnen angemessen auseinandersetzt, als wenn du sie einfach beiseite zu schieben versuchst (ansonsten stellen sie dir vielleicht hinterrücks und ohne dass du es recht merkst ein Bein). Auf dem Realisierer-Stuhl schließlich gelangt man im Idealfall zu einer Synthese aus beiden Anteilen und hat dann auch viel bessere Chancen auf eine gelungene Umsetzung seiner Pläne.

Auf den ersten Blick mag das Ganze ein bisschen seltsam anmuten, und ich gebe zu, es ist erst mal gewöhnungsbedürftig, aber probiere es einfach mal aus - es würde mich wundern, wenn du nicht zu ein paar interessanten neuen Erkenntnissen kommen würdest! Und Spaß macht die Sache auch! Wenn du Lust dazu hast, darfst du sie übrigens auch gerne mit einem oder mehreren Freunden gemeinsam machen, auch das funktioniert hervorragend!

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