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Die Schatten der Ex-Partner

Spätestens ab den Zwanzigern, wenn man auch selbst die ersten zwei, drei gescheiterten Beziehungen hinter sich hat, stellt man fest, dass PartnerInnen ganz ohne Vergangenheit nur noch schwer oder gar nicht zu kriegen sind. Und ist man erst mal jenseits der Dreißig, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der oder die "Neue" außer einer oder einem Ex auch noch Kinder im Schlepptau hat, relativ hoch. Schließlich wird heute bereits jede dritte Ehe geschieden; manche Studien behaupten sogar, demnächst wird es jede zweite sein. Welche Auswirkungen hat der Schatten der Ex auf die neue Beziehung? Und wie kann man als "Zweitfrau" oder „Zweitmann“ damit umgehen?

Ein Gefühl kennen die meisten Frauen (und viele Männer), die einen neuen Partner finden, der entweder eine Ehe oder aber eine langjährige Beziehung hinter sich hat: Eifersucht auf die oder den Verflossenen. Vor allem, wenn man nicht viel über die frühere Beziehung weiß, entstehen im Kopf speziell in kritischen Perioden oft quälende Bilder: Was hatte sie, was ich nicht habe? War sie mit ihm früher glücklicher als mit mir? Wünscht er oder sie sich vielleicht sogar in die alte Beziehung zurück? Kein Wunder bei all den romantischen Idealen, mit denen uns die Medien überschwemmen: Unsere Liebe soll etwas ganz Besonderes und unwiederholbar sein. Unser Partner der "Seelengefährte", der einzig Richtige.

Da stört der Gedanke an eine (oder mehrere) andere Personen, zu denen er oder sie auch schon "ich liebe Dich" gesagt hat. Er gefährdet dieses Ideal, diese Einzigartigkeit. Wenn wir Pech haben, lässt uns die Umgebung des neuen Partners auch noch spüren, dass wir nur die oder der Zweite sind. Freunde, Familie, Schwiegereltern haben schließlich ihre eigene Sicht auf die Dinge und stecken oft auch in tiefen Loyalitätskonflikten. Schwierig wird das - je nach Verhältnis der Beteiligten untereinander - oft anlässlich von Familien- oder sonstigen Festen. Abgesehen vom Idealfall - alle verstehen sich gut, jeder kann dem anderen seinen Platz gönnen, zumindest entspannter Smalltalk ist zwischen allen möglich - laufen solche Termine oft auf Entweder-Oder-Entscheidungen hinaus. Das kann weh tun.

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Wenn Kinder im Spiel sind, verschärfen sich die Konfliktpotenziale weiter. Partnerschaft endet - Elternschaft nie; und daher wird mein neuer Partner oder meine neue Partnerin immer zumindest in diesem Punkt mit seiner oder seinem Ex verbunden bleiben. Wenn ich verantwortungsbewusst denke, darf ich das noch nicht mal torpedieren, nicht mal verfluchen, denn längst haben zahllose Studien gezeigt, dass eine gute Elternschaft trotz Trennung für die Kinder so zentral ist wie kaum sonst etwas. Das bedeutet aber auch, dass ich als "Neue" gleich mal ein Bündel Pflichten und Einschränkungen mit übernehmen darf - geteilte Wochenenden und Ferien und damit geteilte Aufmerksamkeit, wenn die Kinder beim anderen Partner leben, oder gleich eine komplette Patchworkfamilie mit all ihren Herausforderungen. Das ist oft nicht leicht auszuhalten, da man den Partner oder die Partnerin ja gerade in der Anfangszeit einer Beziehung so gerne für sich behält, und wird nicht leichter dadurch, dass die lieben Kleinen - die selbst mit Loyalitätskonflikten zu kämpfen haben - es einem oft nicht einfach machen, einen Zugang zu ihnen zu finden. Die Balance zwischen dem Komplex "böse Stiefmutter"/“böser Stiefvater“ auf der einen Seite und einem völlig übertriebenen Engagement, oft in Konkurrenz zu Mutter oder Vater, auf der anderen Seite ist schwer zu halten.

In jedem Fall wird man immer wieder mit dem Einfluss der Ex-Frau oder des Ex-Mannes auf das eigene Leben zu kämpfen haben, ob es nun um Alltags- oder Feriengestaltung geht oder auch um Erziehungsfragen. Oft unterschätzt werden auch die finanziellen Konsequenzen des früheren Lebens auf das aktuelle. Unterhaltsverpflichtungen den Kindern und manchmal auch der früheren Frau gegenüber können empfindliche Einschnitte ins neue Budget zur Folge haben, wenn man nicht gerade einen Rockefeller erwischt hat. Und nicht zuletzt können endlose Gerichtsstreitigkeiten Nerven und Konto zusätzlich belasten, wenn die entsprechenden Fragen noch nicht oder nicht endgültig geklärt sind.

Sollte man angesichts dieser Schwierigkeiten doch lieber auf die Beziehung mit einem Secondhand-Partner verzichten? Auf keinen Fall, raten die meisten Experten. Secondhand-Männer (und -Frauen natürlich) haben nämlich auch nicht zu unterschätzende Vorteile. Bei uns hieß es früher: "Mit der ersten Frau wird die Bank abgehobelt, die zweite setzt sich drauf!" Ein bisschen plakativ, gewiss, aber richtig ist sicher, dass viele, deren erste wichtige Beziehung gescheitert ist, aus ihren Fehlern gelernt haben und daher beim zweiten Mal bessere und umsichtigere Partner sind. Wichtig ist es vor allem, die Konsequenzen der bestehenden Situation klar vor Augen zu haben. Unerlässlich ist es, viel miteinander zu reden und dem Partner von den eigenen Ängsten, Frustrationen und Wünschen zu erzählen, ohne anzuklagen, und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die für alle tragbar sind. "Fragen Sie sich, wäre in der vergangenen Beziehung wirklich alles so toll gewesen, warum ist sie dann in die Brüche gegangen?" rät zum Beispiel die Psychologin Angelika Faas. "Das söhnt Sie mit dem Schicksal der Nachfolgerin aus und trägt zur Ent-Mystifizierung oder Idealisierung der Ex bei."

Umgekehrt gilt aber auch der alte systemische Grundsatz: das Alte hat Vorrang vor dem Neuen in dem Sinne, dass es den ihm zustehenden Platz bekommen muss und nicht einfach beiseite gefegt werden darf (so gern man das in manch zorniger Stunde vielleicht täte!). Anderenfalls gerät da etwas in Schieflage, was der neuen Beziehung mehr schadet als nützt. Man sollte mit dem Partner auch ganz offen über die wichtige Frage nach gemeinsamen Kindern sprechen. Es kann nämlich gut sein, dass für den- oder diejenige dieses Thema bereits "abgehakt" ist - schwierig, wenn man selbst gerne noch Nachwuchs haben möchte. Und trotz aller Verpflichtungen und Terminkollisionen zwischen Alt- und Neufamilie ist exklusive Paarzeit für das neue Paar ein absolutes Muss, damit die Beziehung Zeit und Raum hat, sich auch auf dieser Ebene zu entwickeln und zu wachsen. Sonst reibt man sich früher oder später zwischen den sich oft widersprechenden Anforderungen des Alltags auf und verliert den Kampf gegen die Geister der Vergangenheit.

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