Ein Ratgeber für leidgeprüfte Schwiegertöchter

Wie versprochen, möchte ich heute an dieser Stelle kurz mein erstes Buch vorstellen, das am 20. September erscheinen wird. Die Arbeit daran hat mich doch eine Menge Zeit und Energie gekostet, so dass ich in den letzten Wochen und Monaten sehr viel weniger häufig auf iPersonic schreiben konnte, als ich gerne wollte. Das wird sich jetzt aber hoffentlich wieder ändern!

Der Titel des Buches lautet „Hassgeliebte Schwiegermutter“ - und wie leicht zu erraten, geht es darin um schwierige Schwiegermütter und wie man mit ihnen umgehen kann. Das Ganze ist als Ratgeber für Schwiegertöchter gedacht und fokussiert auf das Verhältnis zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter. Nun kann man mit einigem Recht fragen, warum, denn schließlich gibt es ja nicht nur Schwiegertöchter, sondern auch Schwiegersöhne, und auch unter denen wird so mancher seiner Schwiegermutter nicht unbedingt den roten Teppich ausrollen, wenn sie anrückt. Interessanterweise scheint es aber so zu sein, dass sehr viel mehr Schwiegersöhne als Schwiegertöchter gut bis sehr gut mit ihrer Schwiegermutter klarkommen. Die Konstellation Schwiegermutter - Schwiegertochter scheint die viel problematischere und spannungsgeladenere zu sein. Die Schwiegersöhne ziehen zwar am Stammtisch gerne über Schwiegermütter im Allgemeinen her, befragt man sie dann aber mal detaillierter, stellt sich sehr oft heraus, dass sie ihre eigene Schwiegermutter eigentlich recht gerne mögen. Dagegen geben in Umfragen regelmäßig 25 - 30 % aller Frauen an, dass ihre Beziehung unter ihrer Schwiegermutter zu leiden hat. Übrigens wird in etwa 12,5 % aller Scheidungen auch die Schwiegermutter des Partners als ein gewichtiger Grund für das Scheitern der Ehe angegeben - etwas, was ich vor den Recherchen zu diesem Buch so selbst auch nicht wusste.

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Was mich auch fasziniert hat, ist die Erkenntnis, dass das Schwiegermutter-Thema offenbar ein universelles, weltweites ist, unabhängig von Epoche und Kulturkreis. Ärger mit der Schwiegermutter gab es offenbar schon immer, und es gibt ihn überall. Das beste Zeichen dafür ist, dass sich weltweit Redensarten und Volksweisheiten finden lassen, die genau dieses Problem auf den Punkt bringen. Beispiele dafür sind:

„Gut ist es, wenn die Schwiegereltern fern und Wasser und Brennstoff nahe sind.“ (aus der Mongolei)

„Lobe den Brunnen, in den deine Schwiegermutter gefallen ist, aber schöpfe kein Wasser daraus.“ (aus Andalusien)

„Eine Schwiegermutter ist bitter, und wäre sie auch aus Zucker.“ (aus Spanien)

„So viele es weiße Krähen gibt, so viele gute Schwiegermütter gibt es.“ (aus Serbien)

„Die Schwiegermutter nahe bei der Tür ist wie der Mantel beim Dornbusch.“ (aus Albanien)

„Die best‘ Schwieger ist, die einen grünen Rock anhat.“ (aus Deutschland) (= die unter dem Gras liegt, begraben ist)

„Schwieger und Schweinsbraten sind kalt gut.“ (aus Deutschland)


Gar nicht zu reden von den zahllosen Schwiegermutterwitzen, die hierzulande kursieren und von denen so ziemlich jeder Verheiratete mindestens einen auf Lager hat! Und dem netten stacheligen Goldkugelkaktus, der den „freundlichen“ Beinamen „Schwiegermuttersitz“ führt ...

Ich habe mich in dem Buch ein bisschen mit dem Phänomen der Aversion zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter zu beschäftigen versucht: mit möglichen Hintergründen dafür (auf beiden Seiten) ebenso wie mit verschiedenen Spielarten des schwierigen Schwiegermuttertyps. Wer Lust (und eine schwierige Schwiegermutter!) hat, kann ja auf der entsprechenden Website (www.hassgeliebte-schwiegermutter.de) mal den Test machen, zu welcher „Gattung“ die eigene Schwiegermutter vielleicht gehören könnte. Ich habe mich allerdings bemüht, mich nicht allzu lange mit dem Woher und Warum des Dilemmas aufzuhalten und ziemlich schnell zum Teil des „und was nun?“ zu kommen. Persönlich mag ich nämlich keine Ratgeber, bei denen einem vollmundig die Lösung für ein bestimmtes Problem versprochen wird, die sich dann aber von 250 Seiten erst mal 200 Seiten lang über die Frage, wie das Problem eigentlich aussieht und woher es möglicherweise kommt verbreitern, bevor sie dann in den letzten 50 Seiten zack - zack noch schnell ein paar Lösungsvorschläge dafür abhandeln. In meiner therapeutischen Arbeit hänge ich nämlich durchaus auch dem Credo an, dass es noch niemandem auf dieser Welt besser gegangen ist, weil er verstanden hat, warum es ihm schlecht geht! Verständnis für Ursachen und Ursprünge von Problemen kann immer nur ein erster Schritt zur Veränderung sein, und manchmal ist er sogar völlig unnötig. Es gibt da ein berühmtes Zitat von Steve de Shazer, dem „Vater“ der lösungsorientierten Therapie:

"Die Klagen, mit denen Klienten zum Therapeuten kommen, sind wie Türschlösser, hinter denen ein befriedigendes Leben wartet. Die Klienten haben alles versucht, aber die Tür ist immer noch verschlossen; sie halten ihre Situation also für jenseits der Lösungsmöglichkeit. Nun versuchen sie herauszufinden, warum das Türschloss so und nicht anders beschaffen ist oder warum es sich nicht öffnen lässt. Dabei dürfte es doch klar sein, dass man zu Lösungen mit Hilfe eines Schlüssels und nicht mit Hilfe eines Schlosses gelangt.“

Da jede Schwiegermutter anders ist, und jede Schwiegertochter auch, das „Schloss“ also immer anders und ganz individuell aussehen wird, habe ich versucht, in dem Buch einen möglichst umfangreichen „Schlüsselbund“ an Ansätzen zusammenzutragen, mit denen die Schwiegertochter eine Veränderung ihrer unbefriedigenden Situation herbeiführen kann. Klar, einen Passepartout-Dietrich habe ich auch nicht auf Lager! Trotzdem hoffe ich, dass für so ziemlich jede Leserin etwas Nützliches dabei sein wird. Wichtig war mir vor allem, dass die Schwiegertochter lernt,

  • mit ihrer eigenen Enttäuschung und ihrem Ärger über ihre Schwiegermutter (und/oder ihren Partner) besser zurechtzukommen,
  • notwendige Grenzen ihrer Schwiegermutter gegenüber erfolgreich zu ziehen und zu verteidigen,
  • sich gegen Kritik, Anfeindungen, Intrigen und Verleumdungen durch ihre Schwiegermutter zu schützen und zur Wehr zu setzen,
  • sich durch emotionale Erpressungsmanöver ihrer Schwiegermutter nicht mehr manipulieren zu lassen,
  • ihre Partnerschaft vor schädlicher Einflussnahme durch ihre Schwiegermutter zu bewahren und ihren Partner als Verbündeten in diesem Konflikt für sich zu gewinnen,
  • ihre Kinder aus den sich für sie ergebenden Loyalitätskonflikten herauszuhalten und ein möglichst spannungsfreies Familienklima für sie zu schaffen,
  • und ohne Schuldgefühle einen gesunden Egoismus, gepaart mit einem stabilen Selbstwertgefühl und Vertrauen in die eigene Wahrnehmung im Umgang mit ihrer Schwiegermutter zu entwickeln.
Letzteres ist ja ohnehin so ein Dauerthema bei den meisten Frauen ... ;-)

Wenn du also selbst eine Schwiegertochter mit einer schwierigen Schwiegermutter bist, dann würde es mich freuen, wenn das Buch dich auf die eine oder andere Idee bringt, wie du in Zukunft besser mit ihr zurechtkommen kannst. Und natürlich freue ich mich auch hier auf der Website über ein Feedback von LeserInnen zum Buch - Lob, Kritik, Ergänzungen, aber auch Erfahrungsberichte mit schwierigen Schwiegermüttern sind herzlich willkommen!

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