Neues Jahr - neues Leben? Gute Vorsätze und wie man sie wirklich einhält

Das neue Jahr hat begonnen - und wie alle Jahre wurden wohl auch an diesem Silvesterabend von vielen Menschen wieder einmal eine ganze Menge guter Vorsätze gefasst! Umfragen zufolge hat jeder zweite Deutsche zum Jahreswechsel Pläne, sein Leben in irgendeiner Weise zu verändern, um glücklicher und zufriedener zu werden. Dabei gibt es sogar eine seit etlichen Jahren ziemlich stabile Top-Ten-Liste an Ideen (laut Forsa-Institut): Mit „Stress vermeiden oder abbauen“ und „Mehr Zeit für Familie/Freunde“ liegen zwei typische Entschleunigungs-Ziele in Deutschland auf den beiden vordersten Rängen, auf Platz vier folgt dann noch „Mehr Zeit für sich selbst“. Unangefochten behaupten sich auch etliche Gesundheits-Vorsätze unter den Top Ten: „Mehr bewegen“, „Gesünder ernähren“, „Abnehmen“, „Weniger Alkohol trinken“ und „Rauchen aufgeben“ sind dabei die Klassiker. Daneben nehmen sich die Deutschen an Silvester gerne noch „Sparsamer sein“ und „Weniger fernsehen“ vor. Vermutlich sind aber all diese guten Vorsätze gar nicht besonders originell - ich denke, in den meisten Industrieländern der Erde werden sich die Dinge ähneln, die Menschen sich am Neujahrstag inbrünstig vornehmen. Jüngere Befragte (unter 30 Jahren) sind übrigens laut Studien besonders eifrig im Fassen guter Vorsätze!

Schon die alten Römer verehrten den Gott Janus (dem unser Monat Januar seinen Namen verdankt) als Gott des Neuanfangs. Auch in unserem Sprachgebrauch finden sich Redewendungen, die die Bedeutung des Neubeginns zum Jahreswechsel unterstreichen. Der „gute Rutsch“, den man einander z. B. gerne wünscht, geht vermutlich auf das jiddische Wort „Rosch“ zurück, das „Anfang“ bedeutete - hat also nichts mit möglicher Schneeglätte oder alkoholisierten Stürzen in der Neujahrsnacht zu tun. Und der Trinkspruch „Prosit!“, den wir beim Anstoßen um Mitternacht gern ausbringen, stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt: „Es möge gelingen!“

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Doch wie formulierte es der Schriftsteller Roger Pfaff so schön: „Die guten Vorsätze sind die erste Enttäuschung im neuen Jahr.“ Oder, um eine alte Volksweisheit zu zitieren: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“ Psychologische Studien haben ergeben, dass in 90 % der Fälle ein guter Vorsatz alleine tatsächlich nicht ausreicht, um mit alten Gewohnheiten zu brechen. Ein Viertel aller hehren Ziele wird bereits nach einer Woche wieder aufgegeben, ein weiteres Viertel verschwindet etwas später sang- und klanglos in der Mottenkiste. Nur die Hälfte der Befragten schafft es, die gefassten Vorsätze auch auf Dauer zu verwirklichen und damit glücklicher und zufriedener zu werden.

Die wichtigste Voraussetzung für das Dranbleiben an den guten Vorsätzen ist natürlich Selbstkontrolle. Sich von vielleicht schlechten oder ungesunden, aber langjährigen Gewohnheiten zu trennen, erfordert viel Willenskraft. Die aber ist bei uns Menschen begrenzt, man kann sie nicht jederzeit nach Belieben abrufen. Sind wir beispielsweise gerade müde, gestresst oder frustriert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir Versuchungen nachgeben oder in alte Verhaltensmuster zurückfallen (der Klassiker sind dabei der Schokoriegel oder die Chipstüte nach einem anstrengenden Arbeitstag, obwohl wir eigentlich ja Diät halten wollten, um die Weihnachtspfunde wieder loszuwerden ...) Man kann Selbstkontrolle und Willenskraft aber trainieren wie einen Muskel - und wie beim Muskel gilt: je häufiger sie trainiert wird, desto stärker wird sie.

Besonders schwierig ist das Einhalten von guten Vorsätzen zum Jahreswechsel auch deshalb, weil es sich dabei oft um Veränderungen im Leben handelt, bei denen Nutzen und Kosten zeitlich auseinander fallen. Wenn wir z. B. abnehmen, das Rauchen aufgeben oder sportlich fitter werden wollen, dann müssen wir für das Erreichen solcher Ziele jetzt sofort Zeit, Mühe und Disziplin aufwenden. Der Lohn dafür (das schicke Kleid zwei Konfektionsgrößen unter unserer jetzigen, das mühelose Treppensteigen ohne roten Kopf und Raucherlunge) liegt jedoch gerade jetzt noch in weiter Ferne. Und genau das hebelt unsere Selbstdisziplin leider oft aus, und wir verhalten uns dann anders, als wir eigentlich wollen. Ebenfalls schwer machen uns das Durchhalten bei guten Vorsätzen vage Zielvorstellungen, denn sie führen automatisch auch nur zu vagen (und damit sehr störanfälligen) Strategien zur Zielerreichung. Ein paar Kniffe haben sich in Studien aber als hilfreich erwiesen, um diese Probleme zu umgehen:

Sehr genau definierte, schwierige, aber machbare Ziele sind am Erfolg versprechendsten und motivieren uns am meisten. „Abnehmen“ allein ist also als Ziel zu vage - „zwanzig Kilo in zwei Monaten abnehmen“ ist zwar konkret, aber schon zu schwierig. Die meisten Ernährungsexperten empfehlen nicht mehr als höchstens 500 Gramm Gewichtsverlust pro Woche, um durchzuhalten und dauerhaft schlank zu bleiben.

Am besten zerlegt man jedes Ziel, das man für sich ins Auge fasst, in kleine, konkrete Handlungselemente (idealerweise schriftlich) - und zwar immer mit der Frage im Hinterkopf: „Was genau muss ich dafür jetzt tun?“ Außerdem sollte man für sich persönlich das „Warum?“ des Ziels genau formulieren und irgendwo plakativ aufhängen (z. B. ein Foto vom künftigen schlankeren Ich an den Kühlschrank pinnen - hier kann Photoshop endlich mal wirklich nützlich sein!) Die Aufschreiben ermöglicht es einem auch, bereits erreichte Teilschritte zum Ziel abzuhaken. Und das visualisierte Ziel erinnert einen immer wieder an die große Motivation hinter all dem („warum tue ich mir das eigentlich an?“). Übrigens: intrinsisch motivierte (also wirklich von uns selbst gewählte) Ziele sind für uns auf Dauer sehr viel motivierender als extrinsisch motivierte (also Dinge, die andere von uns erwarten, oder wofür wir bezahlt werden). Es lohnt sich daher, die eigenen guten Vorsätze auch noch mal daraufhin abzuklopfen, ob wirklich wir es sind, die abnehmen wollen - oder ob wir das nur dem Partner zuliebe ins Auge fassen. Im letzteren Fall stehen die Chancen schlecht, dass wir die entsprechende Willenskraft auf Dauer aufbringen.

Ebenfalls sehr wichtig ist es, sich möglichen Hindernissen auf dem Weg zum Ziel schon vorab ganz detailliert zu widmen. Wichtige Fragen dafür sind: „Was kann misslingen?“ - „Was kann mich vom Ziel abbringen?“ - „Wo könnte es schwierig werden?“ Auf diese Weise kann man nämlich auch Strategien dafür entwickeln, mit diesen Hindernissen umzugehen, falls sie tatsächlich auftreten, und hat, wenn es soweit ist, quasi schon den Plan B parat. Wer sich z. B. im Sinne der Sportlichkeit ab sofort entschließt, mit dem Fahrrad statt dem Auto zur Arbeit zu fahren, sollte sich gleich mal überlegen, was er alternativ tun will, wenn es dafür im Winter an einem Tag wirklich zu kalt oder glatt sein sollte. In so einem Fall könnte man dann beispielsweise statt wieder ins Auto zu steigen (und damit in die alte Gewohnheit zurückzufallen) den Bus nehmen, eine Haltestelle vor der eigentlichen aussteigen und das letzte Stück zu Fuß zurücklegen. So hat man in jedem Fall etwas mehr Bewegung! Je mehr solcher „Wenn-dann-Varianten“ man schon vorab entwickelt, desto besser die Chancen, das Ziel zu erreichen.
Damit für dich das Neue Jahr auf jeden Fall ein glücklich(er)es und gesundes Jahr wird, gibt es bei uns bei uns ein besonderes Angebot: deinen ganz persönlichen iPersonic HealthCoach! Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Glück und Gesundheit persönlichkeitstyp-spezifisch aufzubereiten. Du erfährst also bei jeder vorgestellten Glücks- oder Gesundheitsstrategie genau, was diese für deinen iPersonic-Typ für eine Bedeutung hat (hier geht es zum Persönlichkeitstest). Gehört sie ohnehin eher zu deinen Stärken, wird es in deinem persönlichen HealthCoach eher darum gehen, wie du noch mehr von ihr in deinem Leben profitieren kannst. Passt sie eher nicht zu deinen Präferenzen, wird erklärt, wo dadurch mögliche Probleme zu erwarten sind und worauf ein Mensch deines Typs achten sollte, wenn er sie umsetzen möchte. Damit hast du die besten Voraussetzungen, die genannten Tipps wirklich erfolgreich und dauerhaft in deinen Alltag zu übertragen - und hoffentlich dadurch 2015 ein ganzes Stück glücklicher und gesünder zu werden!

Ich wünsche dir ein gutes, gesundes und glückliches Neues Jahr!!

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