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Warum wir einen Tag der Introvertierten brauchen

Dass Introvertierte in vieler Hinsicht gerade in unserer von Extrovertierten dominierten und gestalteten Gesellschaft ein schwereres Leben haben, weißt du schon, wenn du meine Beiträge zum Thema Introversion in der Vergangenheit gelesen hast. Neben einem erhöhten Gesundheitsrisiko in psychischer und physischer Hinsicht (beispielsweise für Erkrankungen wie Depressionen, affektive Störungen, Burnout und ähnlichem) sind sie auch gegen Belastungen oft weniger gut gewappnet als Extrovertierte: Stress verkraften sie schlechter und im Schnitt sind sie auch weniger lebenszufrieden als diese. Introvertierte neigen deshalb auch leichter zum Drogen-, Suchtmittel- oder Medikamentenmissbrauch und wählen in scheinbar aussichtslosen Lebenssituationen auch häufiger als Extrovertierte den Freitod als Ausweg.

Im Beruf und auch in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen haben Introvertierte oft mit besonderen Problemen zu kämpfen. Sie gelten häufig zu Unrecht als schüchtern oder unnahbar, schlimmstenfalls wirken sie sogar arrogant oder desinteressiert an anderen, weil sie sich nicht so kommunikativ und kontaktfreudig verhalten, wie eine extrovertiert geprägte Gesellschaft es von ihnen erwarten würde. Missverständnisse sind dabei oft ebenso vorprogrammiert wie Frustrationen, wenn Introvertierte von ihrem Umfeld unterschätzt und verkannt werden. Und in Beziehungen, die aus einem extro- und einem introvertierten Partner bestehen, kommt es nicht selten zu ziemlichen Spannungen, die aus dem (für den Extrovertierten kaum nachvollziehbaren) Bedürfnis des Introvertierten nach Rückzug und Alleinsein resultieren. Eine Menge zusätzlicher Stolpersteine also, die introvertierten Menschen da im Alltag in den Weg gelegt werden!+

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Andererseits zeigen Forschung und Geschichte auch immer wieder, dass Introvertierte zu einer in vieler Hinsicht besonders begabten und wichtigen Minderheit zählen. Jede Menge berühmter Erfinder, Künstler, Philosophen, Dichter und Denker finden sich unter ihnen. Die hohe Konzentrationsfähigkeit, Reflexionsbereitschaft und außergewöhnliche Kreativität, die diese Menschen oft auszeichnet, verbunden mit ihrer Fähigkeit, sich ganz in sich selbst zurückzuziehen, wenn sie mit einer Sache beschäftigt sind, prädestiniert sie geradezu dafür, die Welt positiv zu beeinflussen, den Fortschritt voranzutreiben oder der Menschheit wichtige neue Erkenntnisse zu bescheren. Um nur ganz wenige berühmte Vertreter dieser Spezies Mensch aufzuzählen: Albert Einstein, Ludwig Wittgenstein, Charles Darwin, Friedrich Nietzsche, Albert Schweitzer, Mutter Teresa, Ingrid Bergman, Audrey Hepburn, Alfred Hitchcock, Bill Gates ... man könnte die Suche nahezu endlos fortsetzen und würde alle Naselang über einen introvertierten Menschen stolpern, der der Welt seinen Stempel aufgedrückt hat.

Zeit, das Bewusstsein einer Gesellschaft, die sich seit Jahren zunehmend dem Kult um die Extraversion verschreibt, für die Besonderheit der Introvertierten zu schärfen! Zum Beispiel mit einem offiziellen „Tag der Introvertierten“ im Kalender! Schließlich gibt es mittlerweile für alles und jedes Wichtige und Unwichtige einen offiziellen Gedenk- und Aktionstag: den Tag des Baumes (am 25. April), den Tag der Händehygiene (am 5. Mai), den Tag des Kusses (am 6. Juli) und den Tag des Stotterns (am 22. Oktober), um nur ein paar Beispiele zu nennen - übrigens alle international. Also warum nicht auch einen internationalen Tag der Introvertierten einführen? An welchem Datum ist klar - am besten am 2. Januar! Genau an dem Tag also, an dem Introvertierte weltweit wahrscheinlich aufatmen, nachdem sie den Horror-Feiertags-Marathon von Weihnachten bis Neujahr hinter sich gebracht haben, die lästige Verwandtschaft abgereist ist und niemand sie mehr mit der Frage nervt: „Und was machst du Silvester dieses Jahr?“ - und indigniert guckt, wenn sie: „Nichts Besonderes, warum auch?“ antworten. Könnte es ein besseres Datum dafür geben?

Wenn du die Idee unterstützen möchtest, findest du hier die offizielle Seite zum World Introvert Day (http://www.introvertday.org) und eine Facebook Page gibt es auch schon unter http://www.facebook.com/introvertday

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