Ich will nicht mehr leben
23.04.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Lebenskrisen
Dieser Kommentar zu einem meiner Blogeinträge
letzte Woche war der Anstoß dafür, dass ich heute
noch einmal etwas zum Thema Selbstmord auf dieser
Seite schreiben möchte. Schon länger ist uns
aufgefallen, dass viele Zugriffe auf dieses Blog
über Sucheinträge erfolgen, die - direkt oder
indirekt - etwas mit dem Thema Suizid zu tun haben.
Wenn du auch zu denjenigen gehörst, die sich
entweder gerade aktuell oder vielleicht auch immer
wieder mal mit Gedanken an einen Freitod tragen,
wenn du vielleicht gerade in einer Lebenskrise
steckst und überlegst, ob Selbstmord nicht eine
mögliche Lösung dafür wäre, dann möchte ich dir
heute ein paar (hoffentlich hilfreiche!)
Überlegungen mitgeben.
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Die Krise als Chance zur Entwicklung: Lebensaufgaben verstehen und annehmen
28.02.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Lebenskrisen
Ich lese gerade in einem schönen Buch von Elisabeth
Lukas, einer Schülerin des Wiener Psychiaters und
Logotherapie-Begründers Viktor E. Frankl. „Auf den Stufen des Lebens“
heißt es. Stufen einmal deshalb, weil die
Fallgeschichten darin sich vor allem mit
Situationen beschäftigen, die für Menschen
Krisen bedeuten. Oft sind es
Schicksalsschläge, z. B. schwere
Verlusterlebnisse oder auch Krankheiten,
manchmal auch Krisen, die mit
Lebensentscheidungen verknüpft sind.
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Was wäre gewesen, wenn ...?
12.02.2007 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Lebensgestaltung
Der Aufmacher der aktuellen „Psychologie Heute“
widmet sich einem interessanten Thema: dem
kontrafaktischen Denken. Darunter versteht man alle
diejenigen Gedanken, die sich um das drehen, was
hätte sein können, wenn irgend etwas in der
Vergangenheit anders gelaufen wäre, als es
tatsächlich der Fall war: „Hätte ich diesen Job
nicht angenommen, hätte ich meinen Mann nie kennen
gelernt.“ - „Wäre ich nicht in diesen Zug
eingestiegen, wäre ich nicht in diesen
schrecklichen Unfall verwickelt worden.“
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Bitte hört, was ich nicht sage!
07.12.2006 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Lebenskrisen
Gestern Morgen war ja die halbe Republik in
ziemlicher Aufregung: Nach der Online-Drohung eines
Jugendlichen, am Nikolaustag einen Amoklauf in
seiner Schule zu starten, holten besorgte Eltern
ihre Kinder aus dem Unterricht oder ließen sie
gleich ganz zu Hause; die Polizei war mit zahllosen
Einsatzkräften unterwegs, um in Frage kommende
Schulen zu sichern und die Medien überschlugen sich
wieder mal mit Kommentaren zum Zusammenhang
zwischen gewalttätigen Computerspielen und
jugendlichen Amokläufern. Später am Tag dann die
vorläufige „Entwarnung“ - ein bis dahin
verschwundener 18jähriger, der als Verfasser der
Nachricht in Frage kam, war tot in einem Waldstück
nahe seines Elternhauses im badischen Meißenheim
aufgefunden worden. Er hatte sich mit der Pistole
seines Großvaters, die er aus dem elterlichen
Waffenschrank entwendet hatte, erschossen. Ein paar
Vollidioten betätigen sich derzeit als
Trittbrettfahrer und haschen mit angeblich nicht
ernst gemeinten Amok-Drohungen nach der
öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Wogen kochen hoch
und höher - was tun, wenn das Bildungssystem unter
den Attacken weiterer Scherzbolde ins Wanken gerät
und der ordnungsgemäße Unterricht nicht mehr
ungestört stattfinden kann, wie soll man künftig
ernst gemeinte Drohungen von den Mails
gelangweilter Freizeitcowboys unterscheiden, muss
man Egoshooter-Computerspiele doch vielleicht
schneller auf den Index setzen etc. etc. Viele
Fragen, wenig Antworten, alle sicherlich wichtig
und brennend, kein Zweifel. Weiterlesen
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Wer leben will, muss sterben lernen
25.11.2006 von Diplom-Psychologin Felicitas
Heyne | Abgelegt in: Lebensgestaltung
Der voraussichtlich wärmste November seit
Aufzeichnung der Wetterdaten neigt sich schon
wieder seinem Ende entgegen. Hinsichtlich der
Temperaturen können die meisten von uns sich
wirklich nicht beklagen, war es doch vielerorts
möglich, mittags noch mal im Freien einen Kaffee zu
trinken und wenn die Wetterfrösche Recht haben,
erwarten die Privilegierten im Südwesten
Deutschlands am Wochenende noch mal sensationelle
20 Grad! Trotz gelegentlicher ausgiebiger
Regengüsse hie und da also wettertechnisch ein eher
Gute-Laune-November 2006. Das ist ja für diesen
Monat eher außergewöhnlich. Eine Umfrage des WDR im letzten
Jahr stellte fest, dass der November bei den
Deutschen der unbeliebteste Monat überhaupt
ist. Neben der Tatsache, dass er ja sonst eher
mit Nebel, Regen und Kälte aufwartet als in
diesem Jahr, mögen die Befragten auch die
Umstellung auf die Winterzeit und den damit
noch früheren Einbruch der Dunkelheit an den
ohnehin kurzen Tagen nicht. Und schließlich
trägt der elfte Monat des Jahres nicht von
ungefähr den Beinamen „Totenmonat“, beginnt er
doch mit gleich zwei (katholischen)
Gedenktagen für die Verstorbenen, nämlich
Allerheiligen und Allerseelen; letzten Sonntag
folgte dann der Volkstrauertag zur Erinnerung
der im Krieg Gefallenen und kommenden Sonntag
steht uns noch der Totensonntag bevor, der
evangelische Gedenktag für die Verstorbenen.
Selbst wer Friedhöfe beharrlich meidet und
über derartige kalendarisch verordnete
Traueranlässe forsch hinwegsieht, kommt nicht
darum herum, im November allerorten über
Zeichen der Vergänglichkeit und des Sterbens
zu stolpern - seien es nun die fallenden
Blätter der Bäume, die kahl werdenden
Sträucher oder die zunehmend verschwindende
Blumenpracht des Sommers. Es gehört schon viel
dazu, sich nicht irgendwann im Laufe dieses
Monats auch mal mit der eigenen Endlichkeit
konfrontiert zu sehen; und das ist ja für die
meisten Menschen kein sonderlich erfreulicher
Gedanke. Kein Wunder, dass dieser Monat in der
Beliebtheitsskala ganz unten rangiert; kein
Wunder, dass man versucht, mit Bräuchen wie
dem immer populäreren Halloween-Treiben oder
dem Beginn der Fasnacht am 11.11.
frech-fröhliche Gegengewichte gerade in dieser
düsteren Zeit zu schaffen. Weiterlesen
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